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Wann lohnt Richtfunk?


 

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Wann lohnt Richtfunk?

Richtfunk ist eine Transporttechnologie und dient in erster Linie als feste Datenverbindung zwischen beliebigen digitalen Netzkomponenten. Sowohl Einzelverbindungen als auch ganze Netze mit unterschiedlichen Dimensionen sind denkbar. Richtfunknetze können linien-, stern-, ringförmig oder kombiniert aufgebaut sein. Selbst ein kombinierter Aufbau mit unterschiedlichen Transporttechnologien ist möglich.

In der Praxis werden Richtfunkverbindungen am häufigsten von Mobilfunkbetreibern eingesetzt, die damit ihre Basisstationen kostengünstig vernetzen. Aber auch kleine, mittlere und große Unternehmen telekommunikationsfremder Branchen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden setzen Richtfunk zu verschiedensten Zwecken ein. Im Mittelpunkt steht meist die Verbindung zwischen IT- und/oder Telekommunikationsnetzen eines Unternehmens mit mehreren Standorten oder die Verbindung zu Servern und Internet-Gateways. Beispiele von Richtfunkanwendern, für die ich Richtfunkverbindungen geplant habe und die mitunter schon seit vielen Jahren in Betrieb sind, finden Sie in meiner Projektgalerie.

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Verschiedene Richtfunksysteme an einem Antennenträger (Ericsson, Nokia)

Richtfunk steht vor allem in Konkurrenz zu Mietleitungen der Deutschen Telekom oder anderer Netzbetreiber (z.B. Stadtwerke). Betriebswirtschaftlich gesehen lässt sich eine Vergleichsrechnung sehr leicht anstellen. Den monatlichen Kosten einer Mietleitung steht eine einmalige Investition gegenüber, die sich meist innerhalb von 2 bis 5 Jahren amortisiert. Je nach betriebswirtschaftlichem Erfordernis kann man die Investition aber auch durch Leasing o.a. Modelle finanzieren. Anfallende Gebühren bei der Regulierungsbehörde in Deutschland sind marginal und bilden im Rahmen der Gesamtkosten eine untergeordnete Größe. Die Kostenersparnis gegenüber Mietleitungen ist bei höheren Datenübertragungsraten erheblich, meist aber schon ab 2 Mbit/s signifikant.

Richtfunk kann immer dann zur Anwendung gelangen, wenn folgende technischen Voraussetzungen gegeben sind:

  • Kostengünstigere Technologien (wie z.B. xDSL, WLAN oder optische Freiraum-Übertragungssysteme) stehen nicht zur Verfügung oder erfüllen nicht die technischen Anforderungen an die gewünschte Datenverbindung.
  • freie Sichtverbindung zwischen den zu verbindenden Standorten oder Möglichkeiten für den Aufbau aktiver oder passiver Relaisstellen.
  • Entfernung zwischen wenigen hundert Metern und 50 km — in Ausnahmefällen auch darüber. Bei noch größeren Distanzen sind aktive Relaisstellen unumgänglich.
  • Die auf längere Sicht erforderliche maximale Datenübertragungsrate beträgt nicht mehr als 1000 Mbit/s. (Nur im Einzelfall sind höhere Kapazitäten realisierbar).
  • Auf den Standorten bestehen die baulichen Voraussetzungen zur Installation der Richtfunkanlagen.

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