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Regulierung


 

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Regulierung

Mittlerweile ist Richtfunk in fast allen Europäischen Ländern auch für private Anwender freigegeben und nicht mehr nur ein Privileg großer Netzbetreiber. In Deutschland erteilt die Bundesnetzagentur auf Antrag eine Lizenz zum Betreiben einer Richtfunkverbindung für private Zwecke. Diese ist bei der Erstzuteilung auf 10 Jahre befristet und kann auf Antrag jeweils um weitere 5 Jahre verlängert werden. Eine kommerzielle Nutzung, die über den eigenen Bedarf hinausreicht (z.B. das Weitervermieten von Übertragungskapazitäten an Dritte), ist jedoch an besondere Lizenzen gebunden und somit nicht ohne weiteres zulässig. Eine Richtfunkverbindung zwischen zwei Servern — auch wenn einer davon einer anderen Firma gehört — stellt in jedem Fall eine „Nutzung für private Zwecke“ dar.

In Deutschland führt die Bundesnetzagentur die Frequenzplanung durch und gewährleistet damit einen störungsfreien Betrieb der Richtfunkanlagen. Außerdem prüft und bescheinigt sie die Unbedenklichkeit im Hinblick auf elektromagnetische Felder. Die Gebühren unterteilen sich in eine einmalige Gebühr für die Frequenzkoordinierung sowie eine jährliche Gebühr für die Nutzung der zugeteilten Frequenz. Hinzu kommt eine einmalige Gebühr für die „Standortbescheinigung zum Nachweis der Gewährleistung des Schutzes von Personen in den durch den Betrieb von ortsfesten Funkanlagen entstehenden elektromagnetischen Feldern nach BEMFV“. Die Höhe der Gebühren ist abhängig vom Frequenzband und der benötigten Bandbreite.

In den Antragsformularen müssen eine Vielzahl technischer Details angegeben werden. Deshalb muss man sich bereits vor Antragstellung Klarheit über den Lieferanten und das zu verwendende Equipment verschafft haben. Auch die Funkfelduntersuchung, die Berechnungen und das Engineering sollten vor Antragstellung erfolgen. Die einzusetzenden Richtfunkgeräte müssen für die Nutzung in Deutschland zertifiziert sein oder einen Konformitätsnachweis besitzen.

Jede Änderung der technischen Konfiguration ist genehmigungs- und somit auch kostenpflichtig. Lassen Sie sich bei der Bearbeitung der Antragsformulare deshalb durch einen Richtfunkplaner beraten oder gleich die Formulare von ihm ausfüllen.

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